Rückblicke auf die Vergangenheit bleiben zum Teil ungewiß. Informationen bestehen aus Erzählungen meiner Großmutter und schriftlichen Unterlagen.

Der Betrieb wurde in den Wirren der Kriegsjahre um 1945 durch meinem Großvater Josef Bachmayr von seinem damaligen Lehrherren und Chef einem Hrn. Auer übernommen. Damaliger Standort war ein kleines altes Haus in der Eisenhandstrasse in Linz, welches irgendwann einmal veschwand.

Das Geschäft bestand aus 3 Herrenfriseuren welche noch so wie mein Großvater die Ursprünge des Handwerks frönten. Rasur, Haarschnitt, Warzen abbinden, Zähne reißen und so manch andere kleine Chirurgische Eingriffe.

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1956 sollte dann einer der ersten wichtigen Schritte im Überlebenskampf der Zunftsfamilie Bachmayr geschehen. Der Laden wurde in den Neubau an der Ecke Gruberstrasse - Weissenwolffstrasse übersiedelt. Hinter jedem starken Mann steckt eine noch stärkere Frau. Fiktion oder Realität? Realität ! Meine Großmutter Berta Bachmayr, Geschäftsfrau mit Leib und Seele hatte das Heft eisern in ihren Händen. (Sie schaffte es immerhin zur Freud und zum Leid einiger bis zum 75. Lebensjahr im Laden auszuharren)

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Nach dem plötzlichen Tode meines Großvaters im Jahre 1967 übernahm mein Vater Helmut Bachmayr den Laden. Er hatte die notwendigen wirtschaftlichen Grundkenntnisse sowie die geschickte Hand und investierte Mittels eines Umbaus des Geschäftes und durch die Heirat mit meiner Mutter Veronika, einer herausragenden Friseurin in menschlicher und handwerklicher Sicht, in seine Zukunft. Folgerichtig, wie sich herausstellte. Das Umsatzvolumen und der Bekanntheitsgrad stiegen gleichermaßen. Meine Mutter Friseurmeisterin ebenso wie mein Vater trugen mit ihren 60 Std. Wochen nicht unwesentlich bei. Eine Geschäftsphilosophie die aus Mundpropaganda und Qualität bestand. Grundsätze die heute noch hochgehalten werden.

Im Jahr 1995 war es schließlich soweit. Nachdem sich mein Vater aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand begab, meine Schwester - ebenfalls Friseurmeisterin- bereits einen eigenen Betrieb leitete, war es an mir die Geschicke in die Hand zu nehmen. Nach einem Jahr des Abwarten und Beobachten wurde dem Patienten eine Radikalkur verordnet. Umbau, Erweiterung des Personalstandes, Neupositionierung am Markt. Wobei bei all dem die ehernen Grundsätze und Traditionen aufrecht erhalten wurden.

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